Die richtige Arbeitshöhe für die Therapieliege
Die richtige Arbeitshöhe ist die, bei der Sie mit geradem Rücken und ohne hochgezogene Schultern arbeiten. Weil sie je nach Technik, Körpergröße und Patient variiert, zählt beim Liegenkauf weniger eine einzelne Zahl als der verstellbare Bereich: Er muss Ihre niedrigste und Ihre höchste Arbeitsposition abdecken.
Warum die Arbeitshöhe über Ihren Rücken entscheidet
Wer über einen ganzen Behandlungstag hinweg gebeugt oder mit angehobenen Schultern arbeitet, belastet Lendenwirbelsäule, Nacken und Schultergürtel dauerhaft, und dieser Effekt summiert sich über viele Patienten und viele Jahre im Beruf. Als grobe Orientierung gilt in der Ergonomie häufig: Für Techniken mit spürbarem Körpereinsatz, etwa mobilisierende oder manipulative Griffe, arbeiten viele Behandelnde eher unterhalb der eigenen Ellenbogenhöhe, weil sich von dort aus Druck über das Körpergewicht statt über die Armmuskulatur aufbauen lässt. Für feine, kontrollierte Grifftechniken an Kopf, Hals oder Extremitäten liegt die angenehme Höhe eher darüber, damit Handgelenke und Schultern entspannt bleiben und die Feinmotorik nicht unter Anspannung leidet. Diese Faustregeln sind eine allgemeine Ergonomie-Orientierung und keine Therapieempfehlung: Die tatsächlich passende Höhe hängt von Ihrer Körpergröße, Ihrer Technik und dem einzelnen Patienten ab und lässt sich nur an der eigenen Liege im eigenen Arbeitsalltag verlässlich bestimmen. Auch die eigene Statur verschiebt diese Werte: Wer kürzere Arme hat oder überwiegend im Sitzen behandelt, braucht insgesamt eine niedrigere Arbeitshöhe als jemand, der ausschließlich im Stehen und mit gestrecktem Arm arbeitet. Ebenso verändert sich die passende Höhe innerhalb eines Behandlungstages, wenn Sie zwischen Techniken wechseln, weshalb starre Vorgaben in der Praxis selten lange Bestand haben und die eigene Erfahrung am Ende verlässlicher ist als jede Faustregel.
Aus diesem Grund ist bei der Anschaffung weniger eine einzelne Zielhöhe entscheidend als der gesamte Verstellbereich der Liege. Die untere Grenze bestimmt, wie tief Sie für kraftvolle Techniken gehen können und wie leicht Patienten mit eingeschränkter Mobilität die Liege besteigen und wieder verlassen, denn eine niedrige Einstiegshöhe erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen erheblich. Die obere Grenze entscheidet, ob feine Techniken und größer gewachsene Behandelnde eine aufrechte Haltung halten können, ohne sich zu strecken. Ein Verstellbereich, der beide Enden abdeckt, ist damit das eigentliche Kaufkriterium, nicht ein bestimmter Mittelwert. Nutzbar wird dieser Bereich im Praxisalltag allerdings erst durch den Antrieb: Eine elektrische Höhenverstellung per Hand- oder Fußsteuerung bringt die Liege ohne Kraftaufwand in Sekunden auf die gewünschte Position, auch mehrfach am Tag und mit Patient auf der Liege, während eine hydraulische Liege mit Fußpumpe dieselbe Spannbreite an Höhen erreicht, dafür aber bei jeder Verstellung Pumpbewegungen verlangt. Wie sich beide Antriebsarten im Alltag unterscheiden, lesen Sie im Ratgeber zu elektrischen und hydraulischen Therapieliegen. Auch die Häufigkeit der Verstellung spielt für die Wahl des Antriebs eine Rolle: Wechseln Sie mehrmals pro Behandlung zwischen einer tiefen und einer hohen Position, macht sich der Komfort eines elektrischen Antriebs im Tagesverlauf deutlicher bemerkbar als bei einer Liege, die überwiegend auf einer festen Höhe verbleibt.
Höhenbereiche unserer Modelle
Damit Sie die Höhenbereiche nicht aus einzelnen Produktseiten zusammensuchen müssen, listet die folgende Tabelle alle unsere Modelle mit der Herstellerangabe des jeweiligen Verstellbereichs, von der niedrigsten bis zur höchsten erreichbaren Position. Die Werte stammen live aus unserer Produktdatenbank und sind sortiert nach der Mindesthöhe, sodass Modelle mit besonders niedrigem Einstieg oben stehen. Weil sich die Werte automatisch mit unserem Sortiment aktualisieren, verzichten wir an dieser Stelle bewusst auf Zahlen im Text.
| Modell | Höhenbereich | Antrieb |
|---|---|---|
| Riedi Bobath 1e LOW | 37–94 cm | elektrisch |
| Riedi Bobath 2e LOW | 37–94 cm | elektrisch |
| Riedi Basic 2e | 49–95 cm | elektrisch |
| Riedi Basic 2h | 49–95 cm | hydraulisch |
| Riedi Basic 3e | 49–95 cm | elektrisch |
| Riedi Basic 3h | 49–95 cm | hydraulisch |
| Riedi Bobath 1e | 50–105 cm | elektrisch |
| Riedi Bobath 2e | 50–105 cm | elektrisch |
| Riedi Bobath 1h | 51–101 cm | hydraulisch |
| Riedi Bobath 2h | 51–101 cm | hydraulisch |
| Riedi Classic 2e prima | 52–87 cm | elektrisch |
| Riedi Classic 3e prima | 52–87 cm | elektrisch |
| Riedi Comfort 2e | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Comfort 2h | 53–93 cm | hydraulisch |
| Riedi Comfort 3e | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Comfort 3h | 53–93 cm | hydraulisch |
| Riedi Comfort 4e | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Comfort 4h | 53–93 cm | hydraulisch |
| Riedi Comfort 5e | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Comfort 5h | 53–93 cm | hydraulisch |
| Riedi Lympho e | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Lympho h | 53–93 cm | hydraulisch |
| Riedi Premium 2 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Premium 3 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Premium 4 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Premium 5 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Premium 6 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Premium 7 Exclusiv | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Prima 3 | 53–101 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 3 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 4 Plus | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 5 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 6 Osteo | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 6 Plus | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Pro 7 | 53–93 cm | elektrisch |
| Riedi Classic 2e | 55–95 cm | elektrisch |
| Riedi Classic 2h | 55–95 cm | hydraulisch |
| Riedi Classic 3e | 55–95 cm | elektrisch |
| Riedi Classic 3h | 55–95 cm | hydraulisch |
| Riedi Fix 3 | 65 cm | feste Höhe |
| Riedi Compact 2e | 66–86 cm | elektrisch |
| Riedi Compact 3e | 66–86 cm | elektrisch |
So finden Sie Ihren Bereich
- Messen Sie Ihre bevorzugte Arbeitshöhe an der jetzigen Liege in der niedrigsten und höchsten Position, die Sie wirklich nutzen.
- Planen Sie die Einstiegshöhe für Ihre Patientengruppe ein, besonders bei älteren oder mobilitätseingeschränkten Patienten.
- Arbeiten mehrere Personen an der Liege, muss der Bereich alle Körpergrößen abdecken, nicht den Durchschnitt.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Höhenbereich zu Ihrer Arbeitsweise, Ihrem Team und Ihrer Patientengruppe passt, beraten wir Sie unverbindlich anhand Ihrer konkreten Situation. Im Konfigurator sehen Sie zu jedem Modell den vollständigen Verstellbereich sowie die verfügbaren Antriebe und können die Liege direkt auf Ihre Anforderungen zuschneiden, bevor Sie eine Anfrage stellen. Nehmen Sie sich für diese Entscheidung Zeit, denn der Verstellbereich lässt sich im Gegensatz zu Zubehör oder Farbe nach dem Kauf nicht mehr nachträglich erweitern. Ziehen Sie bei Bedarf auch Kolleginnen und Kollegen hinzu, die regelmäßig an derselben Liege arbeiten, damit der gewählte Bereich tatsächlich für das gesamte Team passt und nicht nur für eine Person.
Unverbindlich beraten lassen
Wir helfen bei Modellwahl und Konfiguration, per Telefon oder E-Mail.
Häufig gestellte Fragen
Für gelenknahe Techniken mit Körpereinsatz arbeiten viele Behandelnde deutlich unter Ellenbogenhöhe, für feine Grifftechniken darüber. Entscheidend ist ein Verstellbereich, der beide Positionen erreicht, ohne dass Sie in Ausweichhaltungen gehen.
Ja. Eine niedrige Einstiegshöhe erleichtert älteren und mobilitätseingeschränkten Patienten das Hinsetzen und Aufstehen erheblich. Danach fahren Sie die Liege auf Ihre Arbeitshöhe.
Für den Wechsel zwischen sitzender und stehender Arbeit oder zwischen mehreren Behandelnden nicht. Eine feste Höhe passt dort, wo immer dieselbe Person dieselbe Technik am gleichen Patiententyp anwendet, etwa in reinen Massagebereichen.
